
Im September wurde das neue Biosiegel des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft verabschiedet, das für alle Produkte des ökologischen Landbaues verwendet werden kann, die nach den Kriterien der Eu-Öko-Verordnung erzeugt wurden.
Auch die Produkte, die in den Küchen verarbeitet werden, unterliegen der strengen Ökokontrolle und gewährleisten Sicherheit für den Kunden: Wo Öko drauf steht, ist auch Öko drin.
Weitere Informationen zum Ökolandbau unter:
www.soel.de
www.gaea.de
www.biosiegel.de



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Ökolandbau - was ist das Besondere?
Woran erkennt man ein echtes Ökoprodukt?
In der EU-Verordnung 2092/91 über ökologischen Landbau sind seit Januar 1993 die Bewirtschaftungsrichtlinien der pflanzlichen Erzeugung und der Verarbeitung und seit 1999 der ökologischen Tierhaltung festgelegt. So wurden die Begriffe: "Bio" und "Öko" gesetzlich geschützt und dürfen nur von anerkannten Betrieben verwendet werden.
Alle Betriebe, die Ökoprodukte erzeugen und verarbeiten, werden regelmäßig kontrolliert. Die produzierten Rohstoffe und Lebensmittel werden mit der vergebenen Kontrollstellennummer gekennzeichnet:
DE- 00X (EG-Kontrollstellennummer)
Herkunftsland (DE-Deutschland - staatlich anerkannte Kontrollstellennummer)
Die Kennzeichnung gewährleistet dem Verbraucher eine transparente Produktion vom Feld auf den Tisch.
Ökolandbau in Sachsen
Tatsachen und Trends
- Derzeitig wirtschaften 204 Betriebe (2,5 % aller sächsischen Landwirtschaftsbetriebe) auf 14.284 ha (1,6 % der Gesamtanbaufläche) ökologisch. Deutschlandweit gibt es derzeitig 12.740 Betriebe mit 546.023 ha Anbaufläche.
- Die Betriebsgrößen liegen zwischen 1 ha im Nebenerwerb und 1100 ha im Haupterwerb.
- Sachsen hat die größte Ökogemüseanbaufläche der neuen Bundesländer. So werden Erbsen, Möhren und Bohnen für die Tiefkühlindustrie sowie Möhren zur Saftherstellung erzeugt. Ein Teil des Frischgemüses wird dem Lebensmitteleinzelhandel angeboten.
- Die Ökokartoffelanbaufläche nimmt 140 ha ein.
- Der "Förderpreis für Ökologischen Landbau" des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ging in diesem Jahr nach Sachsen an den Betrieb "Biolare" mit ökologischer Champignonzucht.
- Die Verarbeitung von Ökorohstoffen erfolgt zum Teil in den landwirtschaftlichen Betrieben, in Bäckereien oder in größeren Unternehmen wie Mühlen und Backwarenherstellern sowie in Verarbeitungsbetrieben für Obst und Gemüse.
- Alle Ökobauern in Sachsen sind in Anbauverbänden organisiert, die Wichtigsten sind in Sachsen die Gäa- Anbauverband ökologischer Landbau Sachsen e. V., Naturland, demeter und Biopark.
Der Biomarkt wächst. Hier liegen die Chancen für innovative Unternehmen, Märkte der Zukunft zu schaffen, wie in Küchen der Gemeinschaftsverpflegung, so in Betriebskantinen und Mensen sowie in Restaurants.
(aus Agrarbericht 2000)

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